
Mit dem Start der ersten Vor-Ort-Termine beginnt in der Prignitz jetzt die nächste Phase zur Entwicklung des integrierten Klimaanpassungskonzepts. Im Mittelpunkt steht dabei der direkte Austausch mit Kommunen, Einrichtungen, Vereinen, Unternehmen und weiteren regionalen Akteur*innen.
Unter dem Motto „Lass mal übers Wetter reden“ startet klimawerke im Auftrag des Landkreises Prignitz einen aufsuchenden Stakeholderdialog. Die ersten Gespräche und Vorstellungsrunden beginnen in dieser Woche in verschiedenen Orten des Landkreises. Ziel ist es, lokale Erfahrungen, Beobachtungen und Herausforderungen rund um Wetterextreme und Klimafolgen frühzeitig in die Projektarbeit einzubeziehen.
Zuhören statt nur analysieren
Der Dialog versteht sich ausdrücklich nicht als klassische Vortragsreihe, sondern als Gesprächsangebot. Neben der Vorstellung des Projekts und der Arbeitsweise geht es vor allem darum zuzuhören: Wo zeigen sich bereits Belastungen durch Hitze, Trockenheit oder Starkregen? Welche Bereiche stoßen an Grenzen? Und welche Prioritäten sehen die Menschen vor Ort?
Die Gespräche fließen direkt in die laufenden Arbeitspakete des Projekts ein. Dazu gehören die Bestandsaufnahme regionaler Daten, die Klimarisikoanalyse nach ISO 14091 sowie die räumliche Hotspot-Analyse. Ziel ist es, eine belastbare und regional verankerte Grundlage für spätere Maßnahmen zur Klimaanpassung zu schaffen.
Hinweise sichtbar machen und gemeinsam weiterarbeiten
Ergänzt wird der Prozess durch digitale Werkzeuge, mit denen Hinweise und Beobachtungen systematisch dokumentiert und ausgewertet werden können. Bei Workshops und Beteiligungsformaten können Beiträge direkt vor Ort eingebracht werden – unter anderem per QR-Code über mobile Beteiligungstools. Hinweise, Beobachtungen und Diskussionsbeiträge werden dadurch unmittelbar erfasst und für die weitere Projektarbeit dokumentiert.
Die Rückmeldungen fließen anschließend strukturiert in die weitere Analyse, Hotspot-Bewertungen und spätere Berichte ein. Der Stakeholderdialog ist dabei nicht als einmaliger Termin gedacht, sondern als fortlaufender Rückmeldeprozess zwischen Landkreis, Kommunen und regionalen Akteur*innen.
Auch organisatorisch setzt das Projekt auf regionale und nachhaltige Arbeitsweisen: Dienstreisen erfolgen möglichst mit der Bahn, ergänzend werden lokale Mobilitätsangebote genutzt. Übernachtungen werden bevorzugt bei regionalen Hotels und Anbietern gebucht, um Wertschöpfung vor Ort zu stärken.
Weitere Informationen zum Projekt und zum Beteiligungsprozess folgen in den kommenden Wochen.









